Instandhaltung des Gartenhauses: Die richtige Holzpflege
für den Schutz vor Witterungseinflüssen

Holzpflege

Lacke, Lasuren und UV-Schutz-Farben: Die vielen bunten Etiketten im Baumarkt locken mit noch bunteren Versprechen für eine erhöhte Lebensdauer des liebgewonnenen Gartenhauses. Doch so einfach ist die Sache mit dem Holzschutz leider nicht – zumal die wenigsten Produkte tatsächlich vor Schädlingen schützen. Mit der richtigen Holzpflege jedoch hält das Gartenhaus den Witterungseinflüssen auch ohne die chemische Keule stand.

Feuchtigkeit, Hitze, Schimmelpilze: Ein Gartenhaus hat viele natürliche Feinde. Ein paar Risiken können bereits bei der Planung des Baus reduziert werden, indem das Fundament gut gegen Nässe aus dem Untergrund isoliert und auf der Witterungsseite auf Fenster und Türen verzichtet wird. Den „normalen“ Witterungseinflüssen muss das Häuschen aber dennoch standhalten – und hierfür spielt die entsprechende Holzpflege eine entscheidende Rolle.

Irreführende Produktwerbung: „Holzschutz“ ist nicht gleich Holzschutz!

Einen tatsächlichen „Holzschutz“ bieten im Grunde nur solche Produkte, deren chemische Wirkstoffe tief in das Holz eindringen und es gegen sogenannte „Bläuepilze“ schützen, die das Holz anderenfalls innerhalb kürzester Zeit zerfressen. Diese Holzschutzmittel, die für den Laien in der Regel gar nicht erhältlich sind, werden ausschließlich für die Behandlung tragender Holzkonstruktionen verwendet und kommen für den Witterungsschutz von Gartenhäusern keinesfalls in Frage (Quelle: „Etikettenschwindel“, ÖKO-TEST, August 2011)

Da der Begriff jedoch nicht geschützt ist, sind auch in Baumärkten Holzschutzfarben und -lasuren erhältlich, die allerdings wesentlich harmlosere oder auch keinerlei Wirkstoffe, sondern lediglich Farbpigmente enthalten. Glücklicherweise stellt dies kein großes Problem dar, da Gartenhäuser ohnehin nicht auf unbegrenzte Lebensdauer hin gebaut sind und der physikalische Schutz des Holzes gegen Hitze und Nässe daher vollkommen ausreichend ist – und dieser ist durch die Verwendung von Lacken, Lasuren und Holzfarben in jedem Falle gewährleistet.

Holzlack oder Pflegeöl: Was schützt das Holz besser?

Ob ein Schutz gegen Witterungseinflüsse überhaupt notwendig ist, kommt darauf an, aus welchem Holz das Gartenhaus gefertigt ist. So enthalten viele tropische Hölzer wie Bangkirai oder Teak beispielsweise spezielle Wirkstoffe, die sie resistent gegen Bläuepilze und die meisten Insektenarten machen. Hochwertige Gartenhäuser aus Massivholz, wie es sie beispielsweise auf http://www.gartenhaus-gmbh.de/gartenhaeuser/blockbohlenhaeuser von Palmako und Karibu gibt, sind jedoch aus heimischen Hölzern gefertigt, die aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Da die heimischen Arten wie Fichte, Eiche und Edelkastanie nicht über arteigene ätherische Öle verfügen, ist die Behandlung mit einem Pflegeöl bei diesen Hölzern essentiell.

Grafik über Holzarten

Durch das Öl wird der Holzton aufgefrischt beziehungsweise dauerhaft erhalten und ein wasserabweisender Schutzfilm auf der Oberfläche gebildet. Darüber hinaus bindet das Öl die Feuchtigkeit im Holz und hält sie auf einem konstanten Niveau. Natürlich gibt es je nach Holzart auch spezifische Pflegeöle. Wichtig ist hier jedoch vor allem die Unterscheidung zwischen Hart- und Weichhölzern (siehe Grafik), die jeweils unterschiedliche Pflegeansprüche haben (weitere Informationen auf: http://www.baumax.com/at/holzschutz-im-ueberblick). In jedem Fall empfehlen sich biologisch abbaubare Pflegeöle, da diese das Holz nicht mit chemischen Wirkstoffen belasten.

Für dekorative Zwecke und den Schutz vor starker Sonneneinstrahlung, welche das Holz anderenfalls sehr schnell austrocknen kann, empfehlen sich für alle Holztypen Lasuren beziehungsweise Lacke in unterschiedliche Farben. Während bei der Lasur die natürliche Maserung des Holzes noch durchschimmert, ist diese nach einer Behandlung mit Lack nicht mehr zu sehen. Dafür schützt der Lack besser vor der Sonne und eignet sich daher besonders gut für Weichhölzer wie die Fichte. Für Harthölzer wie Eiche und Ahorn ist eine Lasur hingegen vollkommen ausreichend.

UV-Schutz und Nachhaltigkeit:
Lange Freude am Gartenhaus dank guter Planung

In Sachen UV-Schutz ist der Lack der normalen offenporigen Holzfarbe beziehungsweise der Leimfarbe eindeutig vorzuziehen, da der Lack durch seine starke Pigmentierung den Großteil der UV-Strahlung abblockt. Je dunkler der Lack, desto höher die Pigmentierung. Es ist jedoch wichtig, die Entscheidung für einen Anstrich des Gartenhauses nicht unüberlegt zu treffen – ist es nämlich erst einmal angestrichen, muss die Farbe alle paar Jahre aufgefrischt werden, da sich anderenfalls unschöne Flecken bilden. Außerdem sollte der erste Anstrich grundsätzlich vor der Montage des Häuschens erfolgen, damit die Farbe an allen Stellen gut aufgetragen werden kann.

Foto(s): © Marco2811 - Fotolia.com

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